RetinAward 2019: Künstliche Intelligenz

Der RetinAward ist ein Forschungspreis der Swiss VitreoRetinal Group, in welcher die Retinaspezialisten der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft zusammengeschlossen sind. Der Preis honoriert ein Forschungsprojekt jüngerer Wissenschaftler (bis zum 40. Lebensjahr) aus der Schweiz oder an Schweizer Institutionen. Unterstützt wird das Projekt von Bayer (Schweiz) AG. Der RetinAward ist mit CHF 30 000 dotiert.
Die diesjährige Preisträgerin, Pract. Med. Livia Faes, Assistenzärztin an der Augenklinik des Luzerner Kantonsspitals, überzeugte die Jury mit ihrem Projekt


Optimizing Clinical Care by ­Customizing the Treament of Wet Age-Related Macular Degeneration with Artificial Intelligence.

Entwickelt werden soll ein Lernalgorithmus, mit dessen Hilfe optimale Behandlungsintervalle für anti-VEGF-Injektionen beim einzelnen Patienten mit feuchter AMD bestimmt werden sollen. Das selbstlernende Programm soll die Indizes und Biomarker aus OCT-Bildern und klinischen Verlaufsindikatoren herausfinden, mit deren Hilfe verlässliche Voraussagen für die notwendigen Behandlungsinterval­le getroffen werden können.
Die Preisträgerin konnte die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, weil sie inzwischen ein Training als Honorary Research Fellow am Moorfields Eye Hospital in London angetreten hat.

Die bisherigen RetinAward-Preisträger

2015

Dr. Simon Rothenbühler, OCTlab, Universitätsklinik für Augenheilkunde in Basel (bestes experimentelles Projekt)
«Three-Dimensional OCT Analysis of the Choroid»

Dr. Muriel Dysli, PhD, Universitätsklinik für Augenheilkunde, Inselspital Bern (Projekt mit der grössten klinischen Relevanz)
«Microcystic Macular Edema (MME) in Primary Retinal Disease»

 

2016

Despina KokonaPhD, Inselspital Bern (bestes experimentelles Projekt)
 “Role of differentially activated macrophages in the course of a murine model of Branch Retinal Vein Occlusion”

Dr. Chantal Simone Dysli, Inselspital Bern (Projekt mit der grössten klinischen Relevanz)
“Fluorescence Lifetimes in Stargardt disease: Potential marker for disease progression.” Eine Arbeit hierzu mit Dr. Dysli als Erstautorin ist 2016 bereits in IOVS erschienen.

 

2017

Dr. Petra Arendt, Inselspital Bern (bestes experimentelles Projekt)
"Characterization of Macrophages / Microglia in Choroidal Neovascularization in Mice"

Dr. Jeanne Gunzinger, UniversitätsSpital Zürich (höchste klinische Relevanz)
"Detection of Retinal Arterial (micro-) Emboli after Transcatheter Aortic Valve Implantation using Wide Field Swept Source Optical Coherence Tomography Angiography"

 

2018

Nicht vergeben