Mineralocorticoid-Antagonismus im nAMD-Modell wirksam

Zwanzig Koautoren von 16 Instituten, u.a. dem Hôpital Jules-Gonin in Lausanne, legen in Nature Communications eine Arbeit vor, die zeigt, dass der Mineralocorticoid-Rezeptorantagonist (MR) Spironolacton die Neovaskularisation bei nAMD günstig beeinflussen könnte.

Die Studie hat im Tierexperiment gezeigt, dass der Mineralocorticoid-Rezeptorantagonist (MRA) sehr potent die Neovaskularisation im AMD-Modell verhindern kann, komplementär zu anti-VEGF. Die klinische Pilotstudie hat einen ersten Schritt bei Patienten mit ungenügendem Ansprechen auf anti-VEGF getan und gefunden, dass ein Einfluss der MRA auf die Flüssigkeit nachgewiesen werden kann. Daraus kann aber keine Empfehlung zur klinischen Anwendung folgen. Es handelt sich um einen vielversprechenden neuen Therapie-Ansatz für nAMD, für den weitere Studien folgen müssen. Für eine solche Interventionsmöglichkeit besteht besonders dringender Bedarf bei Patienten, welche auf die anti-VEGF-Therapie nicht oder nicht mehr ansprechen.  UNo

Zhao MMantel IGelize E, et al. Mineralocorticoid receptor antagonism limits experimental choroidal neovascularization and structural changes associated with neovascular age-related macular degeneration. Nat Commun. 2019 Jan 21;10(1):369. doi: 10.1038/s41467-018-08125-6.
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