Rauchen halbiert anti-VEGF-Effekt

Über die grosse internationale Datenbank zur neovaskulären AMD, an welche auch das UniversitätsSpital Zürich Informationen liefert, wurde in ophta schon vielfach berichtet. Nun erschien eine Arbeit mit knapp 1000 Patienten zur Frage, ob der Raucher-Status die Visusergebnisse einer anti-VEGF-Behandlung bei neovaskulärer AMD beeinflusst. Dies ist signifikant der Fall.

Aus der Fight Retinal Blindness! Datenbank wurden Patienten identifiziert, für die der Raucherstatus (Nichtraucher, Ex-Raucher und aktiver Raucher) bekannt war, die neu wegen einer wAMD mit einer anti-VEGF-Therapie behandelt wurden. Insgesamt wurden 987 Augen und ihre Visusergebnisse nach 12 Monaten erfasst. Die Datenbank enthält Registerdaten aus Australien, Neuseeland, Singapur und der Schweiz. 

Die Gruppen erreichten bei gleicher durchschnittlicher Injektionszahl die folgenden Buchstaben-Verbesserungen:

  • Nichtraucher + 7.7 Buchstaben
  • Exraucher + 6.1. Buchstaben
  • Raucher + 3.5 Buchstaben (p = 0.046).

Raucher waren zu Behandlungsbeginn im Mittel 6.2 Jahre jünger als Nichtraucher. Die Patienten sollten entsprechend ermuntert werden, das Rauchen aufzugeben.

Vittorio AF, et al. Fight Retinal Blindness! Study Group. Smoking status and treatment outcomes of vascular endothelial growth factor inhibitors for neovascular age-related macular degeneration. Retina. 2019 Oct 14. doi: 10.1097/IAE.0000000000002679.