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Video: Innovative OP-Technik

Auf der Website der AAO stellt Prof. Dr. Carsten Meyer, Aarau, in einem Video eine neue Technik für den Verschluss eines Makulaloches mit subretinaler Flüssigkeit vor.


Exit-Strategie bei nAMD vielfach erfolgreich

Jeder Achte kann die anti-VEGF-Behandlung unter Treat and Extend beenden

An der Universitäts-Augenklinik in Bern wurde eine Exit-Strategie bei Treat-and-Extend-Regime (TER) mit anti-VEGF-Injektionen wegen neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) definiert. Eine aktuelle Studie überprüft, wie häufig diese Behandlung sicher beendet werden kann. 

Die Strategie:

  • Treat and Extend, je nach Befund entweder Intervallextension um 2 Wochen oder Verkürzung um 1 Woche
  • Exit-Kriterium: 3 konsekutive Injektionen im Abstand von 16 Wochen mit stabilen Befunden. 
  • Anschliessend wird die anti-VEGF-Behandlung ausgesetzt, mit therapiefreier Nachbeobachtung mit drei bis vier monatlichen Kontrollen.

Die retrospektive Berner Studie schloss 598 Augen von 488 Patienten mit neovaskulärer altersbedinger Makuladegeneration ein; sie erhielten antiVEGF-Injektionen im Treat-and-Extend-Regime. Erfasst wurden der bestkorrigierte Visus, die zentrale Retinadicke zu Behandlungsbeginn und -ende, Häufigkeit eines Wiederauftretens nach Behandlungsaussetzung, Charakteristika im OCT, Behandlungsdauer, Injektionszahl und -Intervalle.  

Die Exitkriterien erreichten 17% der Augen nach durchschnittlich 23.7 ± 14.7 Injektionen über 4.5 ± 2.5 Jahre. Ein Wiederauftreten wurde im Mittel nach 37  ± 16 Wochen in 13% gesehen. Bei Pigmentepithelabhebung, vor allem seröser Art, zum Zeitpunkt des Behandlungsendes war ein Rückfall signifikant häufiger als ohne diese Besonderheit (77% vs. 30%, P = 0.0018). 

Arendt P, Yu S, Munk M, Ebneter A, Wolf S, Zinkernagel MS. Exit strategy in a treat-and-extend regimen for exudative age-related macular degeneration. Retina. 2019 Jan; 39(1): 27–33.
 

Interessante Perspektive: Transferrin bei Amotio

Photorezeptorschaden durch Eisen aus Hämoglobin, Neuroprotektion durch Transferrin

Bei Netzhautablösung kommt es zum Tode von Photorezeptoren und zum permanenten Visusverlust, wenn sich die neurosensorische Retina durch Einstrom von subretinaler Flüssigkeit vom retinalen Pigmentepithel abhebt. Das chirurgische Wiederanlegen ist nicht prädiktiv für eine Visuserholung.

Eisenüberladung in der Retina exazerbiert bei retinalen Krankheiten den Zelltod. Eine aktuelle Arbeit zeigt, dass der Eisengehalt im Glaskörper und in der subretinalen Flüssigkeit prädiktiv für das Ergebnis nach Amotio ist; sie demonstriert weiterhin ex vivo und in vivo Modellen, dass Transferrin die Apoptose und Nekrose aufhalten kann und somit neuroprotektiv sein könnte.

Daruich A, Le Rouzic Q, Jonet L, et al. Iron is neurotoxic in retinal detachment and transferrin confers neuroprotection. Sci Adv 2019; 5: eaau9940 eCollection 2019 Jan. Open Access 

Stellungnahme: Behandlung der trockenen AMD mit Nanosekundenlaser

Stellungnahme der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG) und der Swiss Vitreoretinal Group (SVRG)

In den Schweizer Medien kursieren derzeit Berichte über positive Wirkungen einer Nanolaser-Behandlung von Frühformen der trockenen AMD. Die Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft (SOG) und die Swiss VitreoRetinal Group (Retina-Experten der SOG) weisen darauf hin, dass die Behauptungen zur Wirkung einer ausreichenden wissenschaftlichen Grundlage entbehren, sodass die Anwendung derzeit nicht empfohlen werden kann. Hier zum Wortlaut der Stellungnahme.

 


Termin/Ort Swiss Retina Update

sind noch nicht bekannt. Wir werden Sie hier auf dem Laufenden halten.


07.02.2019

Aktuell in der Schweiz rekrutierende Retina-Studien

Details zu aktuell in der Schweiz rekrutierenden Studien zu wAMD, geographischer Atrophie, Makulaödemen verschiedener Genese, diabetischer Retinopathie oder chirurgischen Retinathemen finden Sie hier.


22.08.2018

Spaide, Yannuzzi und Maloca: Spannendes zu MacTel 2

Makuläre Teleangiektasien Typ 2 (MacTel 2) sind möglicherweise mehr als nur eine Neurodegeneration mit sekundären Gefässanomalien. Maloca, Spaide und Yannuzzi konnten aktuell zeigen, dass die Choroidea beim Krankheitsprozess beteiligt sein kann. Sie beschreiben dies in einer aktuellen, in Retina publizierten Arbeit. Die Autoren untersuchten Patienten einer grossen Praxis retrospektiv über einige Jahre.

Der Kernbefund des Papers: Retinal-choroidale Anastomosen wurden bei MACTEL-2 recht häufig entdeckt. Die Virtual Reality (VR) Point Cloud Darstellung war hierzu ein wesentlicher und neuartiger Schlüssel, um pathologische Gefässverbindungen zu erkennen. Dies wegen ihres maximalen und interaktiven Freiheitsgrades bei der Erforschung der originalen VR-OCT-Daten. Wie man Dr. Maloca (Luzern, Universität Basel und Moorfields Eye Hospital London) kennt, wird er die Methodik ("projection-resolved optical coherence tomography angiography with volume rendering") anlässlich seines Retinopsy-Meetings am 8. Dezember im Verkehrshaus Luzern sicherlich sehr bildhaft und verständlich erläutern. UNo

Spaide RF, Yannuzzi LW, Maloca P. RETINAL–CHOROIDAL ANASTOMOSIS IN MACULAR TELANGIECTASIA TYPE 2.  Retina 2018, Aug 8. doi: 10.1097/IAE.0000000000002289. [Epub ahead of print]

20.08.2018

Alleye® jetzt mit FDA-Zulassung

Alleye® ist eine von Dr. Martin Schmid (Kantonsspital Luzern) und Kollegen entwickelte mobile medizinische Softwareanwendung, mit der sich eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) oder andere Retinaerkrankungen wie  die diabetische Retinopathie überwachen lassen. Mit Hilfe dieser App auf ihrem Smartphone können Patienten nach der Diagnose eine zentrale oder periphere Metamorphopsie frühzeitiger erkennen als bei alleiniger Diagnose bei den betreuenden AugenärztInnen.
Im Juli erhielt die Applikation die FDA-Zulassung, sodass sie auch in den USA vertrieben werden kann. Die Firma Oculocare (Zürich) bietet die App an. In der Schweiz ermöglichen die Firmen Bayer Schweiz AG und Novartis AG den kostenlosen Einsatz der App.

 

20.08.2018

Neue Dimension der OCT-Interpretation

Dr. Peter Maloca und Mitarbeiter stellen in diesem Sommer einen weiteren Meilenstein vor: Die Verknüpfung von Virtueller Realität mit OCT-Daten. 
Bislang waren OCT-Bilder zweidimensional erfassbar. Die dreidimensionale Darstellung erlaubt eine deutlich verbesserte Interpretation. Wie man diese 3D-Darstellung erreicht und wie Eye Care Spezialisten sie beurteilen, beschreibt Maloca in einem weiteren Open Access Paper. 

Maloca PM, Ramos de Carvalho JR; Heeren T;  Hasler PW, Mushtaq F; Mon-Williams M; Scholl HPN, et al. High-Performance Virtual Reality Volume Rendering of Original Optical Coherence Tomography Point-Cloud Data Enhanced With Real-Time Ray Casting. Translat Vision Sci Technol July 2018; 7: doi:10.1167/tvst.7.4.2

20.08.2018

OCT-Heimmonitoring aus der Schweiz

In der Schweiz wurde ein OCT-Gerät zum Retina-Heimmonitoring entwickelt. Das sparse OCT (spOCT) ist schnell; es verwendet weniger Laser-Energie als ein vergleichbares konventionelles SD-OCT (T<0.54 mW versus <1.4 mW). Die Form des Geräts wurde für die Selbstmessung angepasst. 
Peter Maloca und Koautoren verglichen das neue OCT-Gerät bei 62 Augen; es erwies sich in der "Heimmessung" als zuverlässig und in einigen Punkten dem Vergleichsgerät (SD-OCT) sogar überlegen. Die Publikation ist in voller Länge abrufbar.


Maloca P, Hasler PW, Barthelmes D, Arnold P, Mooser M, Scholl HPN, Gerding H, Garweg J, Heeren T, Balaskas K, de Carvalho JER, Egan C, Tufail A, Zweifel SA. Safety and Feasibility of a Novel Sparse Optical Coherence Tomography Device for Patient-Delivered Retina Home Monitoring.Transl Vis Sci Technol. 2018 Jul 24;7(4):8. Free Full Text

20.08.2018

AMD-Inzidenz rückläufig?

Daten aus Europa und den USA

Zwei Studien, eine aus den USA und eine aus Europa, deuten an, dass die Inzidenz der feuchten AMD keineswegs immer weiter zunehmen muss, trotz Älterwerdens der Bevölkerung. Mehr


20.08.2018

EURETINA-Award Lecture, Prof. F. Behar-Cohen

Die Award-Lecture am letzten EURETINA-Kongress hielt Prof. Francine Behar-Cohen, Paris und Lausanne, zum Thema
"Towards an optimized use of ocular corticosteroids".
Das Referat erschien aktuell in Ophthalmologica und ist hier mit Free Access abrufbar.
Der Beitrag diskutiert die Toxikologie der Steroide, ihre Applikationsarten und die Differenzialtherapie mit den verfügbaren Substanzen.

Behar-Cohen F. Towards an optimized use of ocular corticosteroids. Ophthalmologica 2018 Jun 2;240(2):111-119.  

21.06.2018

Neues zu INTREPID / Bestrahlung bei feuchter AMD

INTREPID, eine grosse europäische Multizenterstudie, prüfte eine Bestrahlung bei 230 Patienten mit feuchter AMD, die unter anti-VEGF-Injektionen kontinuierlichen Injektionsbedarf erkennen liessen.

Mit Hilfe der Bestrahlung (in INTREPID 16, 24 Gy oder Sham-Bestrahlung) wird versucht, die Injektionshäufigkeit zu reduzieren. Dr. Florentina Freiberg, Triemli-Spital Zürich, und Kollegen untersuchten mithilfe von Fundus-Farbfotos und Fluoreszenzangiographien die Häufigkeit mikrovaskulärer retinaler Veränderungen nach Bestrahlung. 

Eta 30% der Patienten hatten innerhalb von 3 Jahren nach Bestrahlung derartige Veränderungen entwickelt. Die Auswirkungen auf den Visus waren jedoch gering. Hier zum Abstract. 

 Freiberg F, Michels S, Muldrew A, Slakter J, O'Shaughnessy D, Czeszynski A, et al. Microvascular abnormalities secondary to radiation therapy in neovascular age-related macular degeneration: findings from the INTREPID clinical trial. Br J Ophthalmol. 2018 Jun 21.

 

01.06.2018

Aufbruchstimmung in Basel

Mit der neuen Leitung in Basel, Prof. Dr. med. Hendrik Scholl als Chefarzt und Gesamtleiter sowie Prof. Dr. med. Christian Prünte als Klinischem Chefarzt, konnte in kurzer Zeit an der Augenklinik des Universitätsspitals Basel schon Beachtliches bewegt werden. Die beiden Chefärzte nahmen sich viel Zeit, um Fragen zur  künftigen Ausrichtung zu beantworten. [Lesen Sie hier das ausführliche Interview]


01.06.2018

OCT-Angiographie: Einsatzmöglichkeiten im klinischen Alltag

Moderne Bildgebungsverfahren wie die hochauflösende optische Kohärenztomografie (Spectral Domain- oder SD-OCT) sind heute fest im klinischen Alltag verankert. Sie unterstützen die Diagnosestellung und die Therapieplanung für eine Vielzahl von Pathologien, sind schnell und nicht-invasiv durchführbar. Die Entwicklung der OCT-Angiografie (OCT-A) beruht auf der SD-OCT Technologie. Sie ermöglicht es, nicht-invasiv die Durchblutung von Netz-1 und Aderhaut2 zu erfassen. Ziel dieses Artikels ist es, die Möglichkeiten, Vorteile und Grenzen der OCT-A zu beschreiben. [Hier der vollständige Artikel]