Aktuelle Fortbildungstermine

Hier zur Termin-Übersicht. Veranstaltungsmeldungen sind willkommen, bitte richten Sie diese an Frau Ulrike Bräunig, u.novotny faCHverlag.

 

ACHTUNG: Der Ophthalmologie Update Refresher (7. und 8. Mai 2021, Retinathemen mit Rick Spaide, Mayss al-Sheikh, Sami Hayek und Roger Lehmann am Samstag Nachmittag) findet nur virtuell statt.

Programm über www.fomf.ch


 

Aktuelle SVRG-Stellungnahmen

Die Stellungnahmen der SVRG finden Sie im eigenen Menüpunkt

  • Zu intravitrealen Injektionen während COVID
  • Zur off-label-Verwendung von Spritzen und Kanülen 
  • Zu Brolucizumab
  • Zum Nanolaser bei früher trockener AMD

 

Interessanter Link: Optic Disc Drusen

 

The Optic Disc Drusen Studies (ODDS) consortium is an international alliance of researchers in optic nerve disorders with a special interest in optic disc drusen. Members are from 9 different countries worldwide; the coordination center is in Copenhagen, Denmark. The aim of the consortium is to provide an international forum for optic disc drusen research and clinical topics, where multicenter genotype-phenotype studies and structure-function correlation studies are performed in order to elucidate the mechanisms of optic disc drusen related visual loss.

The ODDS website provides insight in their research, for lay people as well as for professionals. Published papers of the group with short abstracts are listed. Coming soon is the section "pearls and pitfalls". Peter Maloca, IOB, is one of the members.

Kennen Sie den Jules-Gonin-Blog?

Im Blog « Entrevoir » der Fondation Asile des aveugles stellt Clémentine Fitaire Dr. Irmela Mantel drei Fragen zu «Revolutionen in der Netzhautbildgebung».

Dr. Irmela Mantel ist mitverantwortlich für die Medical Retina Unit in der Jules-Gonin-Augenklinik. Sie spricht von einer Revolution in der Netzhautbildgebung.

Hier der Link zu Imagerie de la rétine - Dre Irmela Mantel - Hôpital ophtalmique


 

Retina-Themen Frühjahr 2021

Eine neue Nomenklatur bei AMD, Phase-III-Ergebnisse zu Faricimab und die epiretinale Gliose sind Themen, über welche an aktuellen Kongressen viel zu hören ist.

Der Terminus CNV (choroidale Neovaskularisation) wird künftig «out» sein, so PD Dr. Katja Hatz, Binningen, und PD Dr. Peter Maloca, Basel, an einem Vortrag anlässlich der 5. Swiss Academy of Ophthalmology. Nach neuer Konsensus-Nomenklatur spricht man jetzt von MNV, makulärer Neovaskularisation.

Die okkulte CNV wird neu als Typ-1-MNV bezeichnet, die klassische CNV als Typ-2-MNV (Mischformen sind möglich) und die retinale angiomatöse Proliferation ist neu die Typ-3-MNV. Da die Nomenklatur auf Charakteristika der Bildgebung beruht, werden die Referenten auch in kommenden Workshops und Vorträgen und in ophta informieren.

Phase-III-Resultate zu Faricimab bei nAMD und bei diabetischem Makulaödem (DME) wurden an einem Kongress im Februar 2021 veröffentlicht.1,2 Der bispezifische Antikörper inhibiert VEGF-A und Angiopoietin-2 (Ang-2). Der Angiopoietin-Signalweg ist für die GefässstabilitÄt und Homöostase wichtig. TENAYA und LUCERNE verglichen bei nAMD fixe Injektionsintervalle von Aflibercept (alle 8 Wochen) und Faricimab (fixe Intervalle von 8, 12 oder 16 Wochen entsprechend der Läsionsaktivität bei Woche 20 und 24, 4 Ladedosierungen). YOSEMITE und RHINE sind Phase-III-Studien bei DME, mit personalisiertem und mit fixem 8-Wochen-Intervall für Faricimab und fixem Intervall für Aflibercept (im «personalisierten» Arm mit Sham-Injektionen zur Verblindung). Die Einjahres-Resultate ergaben beim Visus Noninferiorität, bei anatomischen Endpunkten Vorteile für Faricimab. Bis zu 52 % der Patienten kamen mit einem 16-Wochen-Intervall aus.

Anlässlich der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) informierte der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands die Öffentlichkeit über die epiretinale Gliose (Macular pucker). Wie bei der AMD, über sich im Netz eine Flut an Informationen findet, können Linien verzerrt erscheinen und der Visus abnehmen. Die Therapie der epiretinalen Gliose unterscheidet sich dagegen völlig. In ausgeprägteren Fällen steht die Vitrektomie zur Diskussion, um die Membranen abzulösen. 

Referenzen
Heier J, et al. Faricimab in neovascular age-relatied macular degeneration, TENAYA and LUCERNE Study Results.
Wykoff C, Faricimab in DME, YOSEMITE and RHINE Studie results, Vorträge am Kongress Angiogenesis, Exudation, and Degeneration, Bascom Palmer Eye Institute (Miami), 13.02.21
 

 

Nature-Beitrag von PD Dr. Peter Maloca, IOB Basel

Licht in die Black Box geworfen

In der Retinadiagnostik ist die Artificial Intelligence angekommen. Mithilfe von Deep Learning-Mechanismen können Pathologien erkannt werden, ohne vorab zu definieren, wonach gesucht werden soll. Die diagnostische Genauigkeit der AI liegt dabei höher als die von Experten. Aber welche internen Rechenoperationen sich im Hintergrund abspielen, gleicht jedoch in der Regel einer Black Box. Im Nature-Beitrag von P. Maloca und Arbeitsgruppe (Communications Biology 4, 05.02.2021) wird eine Applikation vorgestellt, die zu transparenteren Maschinenlernprozessen führen und damit auch Anwendungen weiter optimieren könnte.

Unraveling the deep learning gearbox in optical coherence tomography image segmentation towards explainable artificial intelligence
 


 

Versorgung einer rhegmatogenen Amotio retinae: Aktuelle Stellungnahme deutscher Fachgruppen

Stellungnahme von DOG, BVA und der Retinologischen Gesellschaft (Deutschland)

Im Oktober 2020 haben drei deutsche ophthalmologische Fachgesellschaften eine gemeinsame Stellungnahme zur zeitlichen Planung der Versorgung einer rhegmatogenen Amotio formuliert. Seit Januar 2021 ist sie im OPHTALMOLOGEN publiziert (Springer).

PDF der Stellungnahme vom Stand Oktober 2020 (auf der Website der DOG, ausserhalb der redaktionellen Verantwortung der SOG).

 

Swiss Retina Update 2020

Hier kommen Sie zu den Referaten 


 

Aktuelle Literatur: Retinabefunde bei COVID-19 und andere

Aktuelle Literatur


 

Post-hoc-Analyse zu unerwünschten Wirkungen in HAWK und HARRIER


Eine internationale Arbeitsgruppe auch unter Schweizer Beteiligung hat aktuell diese Arbeit publiziert:

Risk of inflammation, retinal vasculitis and retinal occlusion-related events with brolucizumab: post-hoc review of HAWK and HARRIER.

Monés J, Srivastava SK, Jaffe GJ, Tadayoni R, Albini TA, Kaiser PK, Holz FG, Korobelnik JF, Kim IK, Pruente C, Murray TG, Heier JS.

Ophthalmology. 2020 Nov 15:S0161-6420(20)31075-7. doi: 10.1016/j.ophtha.2020.11.011. Online ahead of print.

PMID: 33207259

Preisträger des RetinAward 2020

Dr. Bence György (Bild:IOB), Teamleiter translationale Forschung am IOB, wurde am 29. Oktober in Zürich der Swiss RetinAward 20202 verliehen, für sein Projekt zur Entwicklung einer Gentherapie für die erbliche Stargardt-Krankheit (juvenile Makuladegeneration).3 Diese neue Gentherapie soll innerhalb der nächsten fünf Jahre in einer klinischen Studie getestet werden. Hier zur Medienmitteilung des IOB

 

Prestigeträchtige Preise in der Augenheilkunde für Forschende des IOB in Basel

Forschende des Instituts für Molekulare und Klinische Forschung in Ophthalmologie Basel (IOB)1 erhielten alleine in diesem Monat zahlreiche Auszeichnungen:

Dr. Bence György, Teamleiter translationale Forschung am IOB, wird am 29. Oktober in Zürich der Swiss RetinAward 20202 verliehen, für sein Projekt zur Entwicklung einer Gentherapie für die erbliche Stargardt-Krankheit (juvenile Makuladegeneration).Diese neue Gentherapie soll innerhalb der nächsten fünf Jahre in einer klinischen Studie getestet werden. Lesen Sie  mehr  dazu  auf  IOB.ch/news

Dr. Dasha Nelidova und Dr. Josephine Jüttner erhielten die zwei grundlagenwissenschaftlichen Forschungspreise der PRO RETINA Deutschland e.V. und der Retina Suisse für ihre jeweiligen, wissenschaftlich hervorragenden Originalveröffentlichungen in den Fachmagazinen Science4 bzw. NatureNeuroscience.5 Lesen Sie mehr  auch  hierzu  auf  IOB.ch/news

Dasha Nelidova erreichte zudem beim internationalen Ophthalmology Star Award 20206 den dritten Platz mit ihrer Arbeit zur Wiederherstellung des Sehvermögens mittels regelbarer Infrarot-Sensoren. Bereits Ende August erhielt sie dafür zudem den Swiss OphthAward 2020  der schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG), in der Kategorie „beste experimentelle Arbeit“.

„Wir freuen uns ausserordentlich über diese renommierten Preise. Die internationale Anerkennung und Unterstützung unserer Forschungsprojekte motiviert uns alle sehr. Es bestätigt zudem die hohe Qualität unserer Grundlagenforscher. Die ausgezeichneten Arbeiten sind allesamt translational und sind für die Umsetzung in Therapien, die unmittelbar den betroffenen Patienten zugutekommen, extrem erfolgversprechend“, sagt Prof. Hendrik Scholl. Er ist IOB-Direktor für Klinische Forschung, Professor für Augenheilkunde an der Universität Basel und Gesamtleiter der universitären Augenklinik in Basel.

IOB Webseite www.iob.ch

YouTube IOB Basel Switzerland

 

1 Am Institut für Molekulare und Klinische Forschung in Ophthalmologie Basel (IOB) arbeiten Grundlagenforscher und Kliniker täglich Hand in Hand an einem besseren Verständnis von Augenkrankheiten und der Entwicklung neuer Therapien. IOB wurde im Dezember 2017 vom Universitätsspital Basel, der Universität Basel und Novartis als Stiftung gegründet. www.iob.ch

2 Der Swiss RetinAward wird seit 2015 verliehen. Er steht unter dem Patronat der Swiss Vitreo Retinal Group SVRG, einer Gruppe der SOG (Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft).

3 Die erbliche Stargardt-Krankheit oder juvenile Makuladegeneration betrifft etwa einen von 8‘000 Menschen und beginnt meist im Jugendalter. Betroffene können nicht mehr scharf sehen, also weder lesen, noch Gesichter oder Details in ihrer Umwelt erkennen. Mehr dazu auf IOB.ch

4 Beschreibung der prämierten Arbeit von Dasha Nelidova: bitte hier klicken. Originalpublikation: Restoring light sensitivity using tunable near-infrared sensors. Dasha Nelidova et al. Science 2020.  https://doi.org/10.1126/science.aaz5887

5 Mehr zur prämierten Arbeit von Josephine Jüttner finden Sie hier in den IOB.ch/news. Originalpublikation: Targetingneuronal and glial cell types with synthetic promoter AAVs in mice, non-human primates and humans. Jüttner et al. Nature Neuroscience 2019. https://doi.org/10.1038/s41593-019-0431-2

6 Der Ophthalmology Star Award 2020 wird jedes Jahr an drei Personen vergeben, für besonders innovative Arbeiten, von VSY Biotechnology aus Esslingen in Baden-Württemberg.

Medienmitteilung
Basel, 14.  Oktober  2020

 

                     

Treatment advances to reduce the injection burden in wetAMD

June 22, 2020



An up-to-date assessment of currently available agents and more insight into investigational agents is provided by the free full-text article by CR Baumal.


Brolucizumab (Beovu®) has received approval and is discussed in the paper (see www.swissmedicinfo.ch for details).

Five further options with the potential to reduce the injection burden in wetAMD are close on its tail:

Ranibizumab Port Delivery System. Roche has announced positive topline results of the phase-III ARCHWAY study which will be presented at scientific meetings in the near future.
Abicibar pegol: Three phase-III-studies are out and have shown efficacy. The first two studies SEQUOIA and CEDAR raised concern for certain adverse events. The manufacturing process has been adapted, and the MAPLE stduy showed efficacy as well as safety, with 8-week and 12-week injection intervals after loading dose. FDA approval is pending.   
Faricimab: The molecule binds VEGF-A plus Angiopoietin-2 (Ang-2). The dual effect translates into effective injection intervals of 12 and 16 weeks in a flexible dosing regimen. Phase-III-studies (wetAMD, DME) are underway.
Conbercept for the treatment of wetAMD has been approved in China in 2013. Two phase-III studies (PANDA-1 and PANDA-2) are underway to compare efficacy and safety of 8- and 12-week intervals with aflibercept every 8 weeks. Results are expected for 2022.
Bevacizumab: ONS-5010 is an intravitreal bevacizumab formulation. Two phase-III-trials compare monthly doses of ONS-5010 to ranbizumab 3-monthly. The results are expected in 2020.

Biosimulars and gene therapy are further interesting developments.


Baumal CR. Wet age-related macular degeneration: Treatment advances to reduce the injection burden. Am J Manag Care 2020;26 (5Suppl):S103-S111. 

 


 

Sensitizing blind retinas to near-infrared (NIR) light

Successful gene therapy: News from the IOB

The Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) announces the publication of an important study in Science.

An IOB team has sensitized blind retinas to near-infrared (NIR) light. The NIR gene therapy has the potential to improve vision in patients with macular degeneration. 
“For macular degeneration, a wavelength is needed that functioning retinal cells are unable to see," says Dasha Nelidova, a postdoctoral fellow in the IOB lab of Botond Roska, and the paper's first author. “Bright, visible light overwhelms the sensitive retinal periphery”.
Inspired by infrared vision in snakes, IOB researchers developed a NIR light sensor based on gene therapy and nanotechnology. Ophthalmic gene therapy uses a mild, naturally occurring virus (AAV) as a vehicle to transfer genes to specific cells. Virally packaged genes and gold nanoparticles were delivered by subretinal injection. Gold nanoparticles act as light antennas and absorb incoming NIR light. The gene equips retinal cells with heat-sensitive mammalian or reptile proteins to allow passage of ions from outside to inside the cell. As a result, NIR light induces nerve impulses in damaged retinal cells, similar to those generated when visible light is absorbed.
In testing, NIR gene therapy generated at least partial vision in blind mice. Ex vivo testing performed on human retinas collected from adult multiorgan donors confirmed the result. This new approach builds on ongoing efforts by IOB researchers and their collaborators in Paris to treat total blindness with optogenetic gene therapy.

 
Nelidova D, Morikawa RK, Cowan CS, Raics Z, Goldblum D, Scholl H, et al. Restoring light sensitivity using tunable near-infrared sensors. Science 2020 (05 June);368:1108-1113.

 

Covid-19

Zum Coronavirus / COVID-19 hören und lesen wir derzeit genug, und die Halbwertszeit an Informationen ist für die zweimonatlich erscheinende ophta fast zu kurz. Ein augenärztlich besonders interessanter Aspekt sei hier jedoch hervorgehoben: Die frühe Diagnose der gefährlichen Endothelbeteiligung oder eines erhöhten Mortalitätsrisikos aufgrund von COVID-19 könnte gerade Ophthalmologen dank retinaler Gefässanalyse einfach möglich sein. Diese ist derzeit noch eher Domäne anderer Fachdisziplinen. [Lesen Sie hier weiter]

 


Mehr Aktuelles aus 2020 finden Sie im Archiv